MitarbeiterbeurteilungenMitarbeiterbeurteilungen dienen der Leistungsrückmeldung und der Entscheidungsfindung über eine leistungsgerechte Entlohnung der Mitarbeiter.
Ein grundsätzlicher Fehler bei Mitarbeiterbeurteilungen ist die Verwendung von globalen Beurteilungskriterien wie Kommunikationsfähigkeit, Führungskompetenz, operative Kompetenz o.ä. Derartige Kriterien unterliegen sehr stark subjektiven Eindrücken und führen regelmäßig zu Beurteilungsfehlern. Sie dienen weder der Verhaltenssteuerung noch sind sie eine Grundlage für die leistungsgerechte Entlohnung.
Sinnvolle Mitarbeiterbeurteilungen sollten sich stets ausschließlich auf beobachtbares und quantifizierbares Verhalten beziehen. Dazu zählt z.B. die Anzahl von Verkaufsabschlüssen, die Häufigkeit von Zuspätkommen, die Anzahl von unentschuldigten Fehltagen, die Menge erfolgreicher Publikationen in Fachzeitschriften, der Grad der Normerfüllung.
Mitarbeiterbeurteilungen sollten gewünschtes Verhalten bekräftigen (Lob), unerwünschtes Verhalten sanktionieren (Tadel) und die Differenz zwischen gewünschter Leistung und erreichter Leistung ausweisen (Kritik).
Die einmalige Rückmeldung im Jahr per Mitarbeiterbeurteilung ist nicht ausreichend für eine Verhaltenssteuerung bei Mitarbeitern. Da die Rückmeldespanne bei Menschen ca. 8 Stunden beträgt, ist es wesentlich wirksamer, Lob, Kritik und Tadel unmittelbar im zeitlichen Zusammenhang zum Handeln des Mitarbeiters zu äußern.
Beim Aufbau handlungsleitender Beurteilungssysteme sind psychologische Erkenntnisse der Handlungssteuerung für Menschen hilfreich.
Die Unternehmenswerkstatt verfügt über das notwendige Know-How für effektive Beurteilungssysteme.
© Autor: Dr. Michael Kossakowski | Tel: 030 - 543 790 30 |
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