StressMedizinisch wird Stress als psychische und physische Körperreaktion von Tieren und Menschen, hervorgerufen durch äußere Reize (auch Stressoren genannt), definiert. Die eintretende Körperreaktion dient sowohl Mensch, als auch Tier zur Bewältigung der gesteigerten Anforderungen. Ganz allgemein wird der Begriff Stress als Synonym für körperliche und geistige Belastung verwendet.
Eines der bekanntesten psychologischen Konzepte von Stress, nach R.Lazarus (1974), beschreibt Stresssituationen als komplexe Wechselwirkungsprozesse zwischen den Anforderungen einer Situation und der handelnden Situation.
Sein Modell basiert auf der Annahme, dass Menschen für bestimmte Reize/Anforderungen unterschiedlich stressanfällig sind - abhängig von ihrer kognitiven Verarbeitung.Das bedeutet also, dass Stress erst dann entsteht, wenn eine Person eine bestimmte Anforderung oder Situation als Bedrohung - d.h. ihre eigenen Ressourcen übersteigend - bewertet. Durch unterschiedliche Erfahrungen fallen die Bewertungen verschiedener Personen dabei jeweils anders aus.
Den Umgang mit Stress nennt Lazarus Coping. Er unterscheidet dabei zwei grundlegende Arten: eher problemorientierte (pragmatische, handlungsorientierte) und emotionsregulierende (innere Auseinandersetzung) Coping-Strategien.
Wachsende Geschwindigkeit in Arbeitsprozessen und eine steigende Beanspruchung des Einzelnen erfordern gute, bewährte Coping-Strategien.
Die steigende Anzahl von Burnout-Patienten zeigt, dass andauernder Stress kein zu unterschätzendes Risiko ist und welche schwerwiegenden Folgen eine ständige Belastung mit sich bringen kann (s. Burnout- Syndrom).
© Autor: Dr. Michael Kossakowski | Tel: 030 - 543 790 30 |
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